BAMBUS & WALDGARTEN

Tropischer Riesenbambus wächst in Rekordtempo, was viel CO2 braucht. Pflanzenkohle aus Bambus bindet somit rasch grössere Mengen an CO2. Wenn es darum geht, in kurzer Zeit möglichst viel CO2 zu binden, ist Bambuspyrolyse in wärmeren Regionen besonders effizient. Ein Ziel von eoc energy ocean ist die Herstellung von Bambuskohle.

Ergänzt wird dieses klimarelevante Projekt mit dem eoc Waldgarten-Konzept, welches waldige Biodiversitätsstreifen mit Bambusständen und Nutzpflanzen für die Bevölkerung kombiniert. Bambus vermindert den Druck auf Wälder und Restbaumbestände, die natürlichen Kohlenstoff-Speicher. Über 3 Milliarden Menschen verwenden zum Kochen und Heizen illegal geschlagenes Holz und Holzkohle. Dörfer gewinnen durch die Bambus-Kohle-Waldgärten Resilienz. Lebensqualität und Klima verbessern sich und Biodiversität wird gefördert. In Zusammenarbeit mit Partnern in Indonesien, Südafrika, Belgien, Zimbabwe, Zambia, Malawi, Äthiopien, Guatemala, Brasilien und Taiwan.

DHAKA WASTE

In der bengalischen Hauptstadt Dhaka gibt es einen riesigen Abfallberg in der Grössenordnung 1 Mio to/Jahr mit einem sehr hohen Anteil an Biomasse, welche zum grossen Teil verrottet und als Methangas in die Atmosphäre entweicht. Das Projekt sieht vor, die Biomasse zu pyrolysieren und die Abwärme zu nutzen. Das resultierende Pyrolysat, die Kohle, kann in der regionalen Bauindustrie als Baustoffzusatz verwertet werden. In Dhaka werden jährlich Milliarden von Backsteinen in groben Öfen gebacken. Die Kohle und die Wärme können in diesen Prozess oder Beton und Asphalt eingebracht werden.

SLOW WATER

Die Kantone Luzern und Basel-Landschaft starten ein gemeinsames Ressourcenprojekt zum Rückhalt von Wasser im Kulturland. Slow Water hat zum Ziel, Regenwasser vermehrt in den Böden zu speichern und das Abfliessen zu verlangsamen. Zusammen mit Landwirtschaftsbetrieben und Gemeinden werden verschiedene Massnahmen zur Wasserretention umgesetzt und deren Wirkung untersucht. Der Projektperimeter im Kanton Luzern umfasst die sechs Gemeinden Hergiswil, Luthern, Menznau, Reiden, Romoos und Willisau. Eine der untersuchten Massnahmen zur Wasserretention ist der Einsatz von Pflanzenkohle. Dabei wird die in Luthern prodzuierte Kohle verwendet.

WASSERFILTER

Quellwasserfassungen sind weit verbreitet. Die meisten speisen das Wasser ungefiltert in die Haushalte. Bei sehr hohem oder tiefem Wasserstand können Keime hoch konzentriert vorkommen und die Qualität belasten. Ausserdem belastet der freizügige Einsatz von immer mehr problematischen Chemikalien die Wasserqualiät substantiell. Die Seeländische Wasserversorgung Worben setzt nun erfolgreich Schweizer Pflanzenkohle ein, um Chlorothalonil und andere Schadstoffe herauszufiltern. eoc entwickelt Wasserfilter mit Pflanzenkohle für Quellwasserfassungen.

Die Seeländische Wasserversorgung Worben setzt nun erfolgreich Schweizer Pflanzenkohle ein

KLÄRSCHLAMM-PYROLYSE

Klärschlamm pyrolysieren ist eine gute Sache. Klärschlamm steckt voller Mineralien, wie Phosphor, Kalium, Schwefel, Stickstoff etc. Pyrolyse von Klärschlamm lässt Schadstoffe wie Cadmium leicht aus dem Pyrolysat abscheiden. Die Nährstoffe bleiben zusammen mit dem Kohlenstoff für die Pflanzen in einer optimalen Form als Dünger verfügbar. Eoc unterstützt die Pyrolysierung von Klärschlamm. Insbesondere Phosphor wird durch diese vergleichsweise einfache Umwandlung als Nährstoff in den Kreislauf zurückgebracht. Die Schweiz hat als eines der ersten Länder die Pflicht zur Phosphorrückgewinnung aus Abwasser, Klärschlamm, Klärschlammasche sowie Tier- und Knochenmehl eingeführt, um den Phosphorkreislauf zu schliessen. Ab 2026 sind mindestens 50% der Phosphorfracht aus Abwasser zurückzugewinnen und stofflich zu verwerten. Jedoch hat bislang Dänemark als einziges EU-Land erkannt, dass Klärschlamm-Veredelung mit Pyrolyse der sinnvollste Weg ist.

SCHWAMMSTADT-PRINZIP

Das Schwammstadt-Prinzip geht die Herausforderungen von Hitze und Starkregen gleichermassen an. Die Umgebung wird so gestaltet, dass sie überschüssiges Wasser wie ein Schwamm vor Ort speichern kann, um dieses bei Hitze wieder abzugeben.

In einer „Schwammstadt“ wird Pflanzenkohle z. B. in Gründächern, Baumgruben, Versickerungsmulden, Parks und Beeten eingesetzt, weil sie wie ein Schwamm wirkt, das angestrebte Ziel also von ihrer Struktur her zusätzlich unterstützt. Sie verbessert die Wasserdurchlässigkeit und speichert gleichzeitig Wasser & Kohlenstoff. Das Wasser kann sie bei Bedarf dosiert an Pflanzen abgeben. Die Kohle lockert verdichtete, versiegelungsnahe Böden und fördert die Durchlüftung und Versickerung. Sie speichert Niederschläge im Boden, statt sie abfließen zu lassen und verhindert somit Austrocknung. Die Stadtbegrünung gedeiht besser und sorgt für ein ausgeglichenes Mikroklima. Stockholm hat dieses Prinzip schon früh erkannt und erfolgreich angewendet.

Pflanzenkohle bindet Kohlenstoff langfristig im Boden (über Jahrhunderte) und ist somit eine der wenigen tatsächlich realen Kohlenstoffsenken.

PYROLYSATE IN BAUSTOFFEN

Seit Mai 2025 ist Pyrolysekohle in der Schweizer SIA-Baunorm als Betonzusatz erfasst. Kohlenstoff in Baustoffen wie Beton erfährt eine Funktionsverbesserung und stellt eine nützliche Karbonsenke dar. Die Vorteile sind vielfältig, je nach Zweck und Absicht des Einsatzes. Z.B. in Beton, Asphalt oder Verputz:

  • Druckfestigkeit, Verbesserung der Trocknungseigenschaften
  • Erhöhung der Lebensdauer
  • Schallisolation
  • Gewichtsreduktion, Dachsubstrate bei Solaranlagen
  • Strahlenschutz, elektromagnetische Schwingungen
  • Ästhetik, Einfärbung
  • LCA, Verbesserug der Lebensdauer von Verkehrswegen
  • Senkung des CO2-Fussabdrucks.

Die Pyrolyseanlage in Luthern steht in einem CO2-negativen Bau. Das heisst, es wurde mehr CO2 beim Bau gebunden, als freigesetzt. Dies gelang durch die Beimischung von Pyrolysekohle in Asphalt und Beton in Kombination mit Holz. 

In Zusammenarbeit mit InfraTrace (link), Stadt, Gemeinde und Kanton, unterstützt eoc energy ocean die Entwicklung von Pyrolysekohlen-Anwendungen – in Abgrenzung zu biologisch genutzter Pflanzenkohle für Landwirtschaft und Garten – als Funktionsverbesserung, Karbon-, CO2- oder C-Senke in der Strassensanierung, Belägen und Baustoffen. Wichtig ist dabei für die Kohleherstellung Biomasse-Materialien zu nutzen und aufzuwerten, die als Abfall entsorgt würden, von Plastik bis zu Altholz.

BODENVERBESSERUNG

Beimischung von Pflanzenkohle in Bodensubstrate und als Bodenzusatz verbessert die Bodenqualität deutlich. Der organische Kohlenstoffanteil wird erhöht, die Humsubildung gefördert. Der Boden wir lockerer und durchlüftbarer, die Verdichtung verhindert. Porosität und Kammerung der Kohle bieten eine sehr hohe Wasser- und Nährstoffspeicherkapazität sowie Lebensräume für Mikroorganismen an, was die Bodenbiologie begünstigt. Die Nährstoffbilanz von Weiden und Äckern wird verbessert.